Qigong mit Frauen  
   
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ls feministische Qigong-Therapeutin ist es mir ein Anliegen, uns Frauen die Quelle des Qi, die Quelle unserer schöpferischen Kraft, Freude und Lebendigkeit, bewusst zu machen, zu bewegen und zu stärken. Qigongübungen, in Verbindung mit Vokaltönen und Labyrinthtänzen, sind eine wunderschöne Möglichkeit, das miteinander zu tun.
 
 
igong ist eine Jahrtausende alte chinesische Heilmethode, voll Erfahrung und Weisheit über die Verbindung von Körper, Geist und Seele. Qigong bedeutet: Die Arbeit mit dem Qi. Mit Qi ist die Energie gemeint, die das Leben in all seinen Ausdrucksformen erschafft und die das Universum durchströmt; von dem wir ein Teil sind. Das Qi unseres Körpers ist die Energie, die, wie aus einer Quelle, aus dem Beckenraum mit den Geschlechtsorganen entspringt, den gesamten Organismus durchflutet und lebendig macht.
 
 
ehr langsam ausgeführte Bewegungen und besondere Dehnungen, die z.T. auch den Tieren nachgeahmt werden, vertiefen den Atemrhythmus und öffnen die Leitbahnen des Organismus für den Energiefluss. Der Raum der Gebärmutter ist bei Frauen die Quelle des Qi, das sogenannte „Dantian“ („rotes Feld“). Qigongübungen sehen leicht, ästhetisch und tänzerisch aus. Sie bereiten schon beim Betrachten Wohlbehagen.
 
 
ach langjährigen Forschungen bin ich zu der Ansicht gelangt, dass es sich bei den Qigongformen im Ursprung um Tänze und Körperhaltungen gehandelt haben kann, die in den frühen Bildschriften auch in Symbolen dargestellt wurden. Mit ausgebreiteten Armen zu stehen, symbolisierte vielleicht die Verbindung von Erde und Himmel und die vier Himmelsrichtungen, in der Abstraktion: das Kreuz.
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igong zu üben bedeutet, die Quelle des Geistes, der Energie und des Atems auszuloten, den Geist zu klären und sich körperlich und seelisch zu stärken. Qigong bewusst mit Frauen zu üben bedeutet zusätzlich, der kulturellen weiblichen Wurzeln inne zu werden, Macht und Sinnlichkeit zu entwickeln, um diese Kräfte in das tägliche Leben zu integrieren.
 
 

 
  Sommercamp im Frauenferienhaus Franzenhof bei Berlin, 2001 – Qigongworkshop. Siehe Aktuelle Termine

Abbildungen aus: "Von der göttlichen Löwin zum Wahrzeichen männlicher Macht – Ursprung und Wandel großer Symbole" von Carola Meier-Seethaler, Vlg Kreuz:
Seite 108 Abb.101 "Steckkreuze" , dünnes Bandeisen, frühes Mittelalter, aus römischen Ruinen
Seite 109 Abb.102 Statuetten weiblicher Figuren mit erhobenen Armen, Terrakotta, prädynastisches Ägypten.

Die Kranichtänzerin hinter dem Kranich ist ein Minoisches Siegel, 1500 v.d.Z.,
aus Marija Gimbutas, "Die Sprache der Göttin", Vlg. 2001